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Gemeinde Blankensee (Mecklenburg Vorpommern)
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Watzkendorf

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Amt Feldberg, Postst. Blankensee, 120 EW

Im Volksmund Watschendörp, 1362 Waskendorp, 1408 Watschendorp, 1430 Watzekendorf, 1624 Watzkendorf und Watschendorff geschrieben

Watzkendorf besitzt Kirche und Schule und liegt südlich von Warbende, östlich von Rödlin. Im Süden des Ortes, nördlich vom Zimmerbeilsee, beträgt die höchste Bodenerhebung 114 Meter, erreicht aber, etwas weiter nach Ollendorf zu, in dem an der Chaussee gelegenen Flötenberge 115 Meter.

Das Gut, jetzt Dom. Pachthof, war in alter Zeit ritterschaftlich und gehörte 1165 vielleicht einem damals gelegentlich des Turniers zu Zürich genanntem Watzkendorf. Später besaßen hier auch die von Warburg Anteile, denn gegen 1660 erhielt eine sich verheiratende Tochter dieses Hauses hierselbst drei Bauernhöfe und einen Kossatenhof als Mitgift, welche 1696 durch Kauf von dem späteren ersten Herzog von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich II., erworben wurden.

1720 und noch 1759 besaß die Familie von Thomsdorf zehn Ritterhufen am Orte. 1637 wurde das ganze Dorf niedergebrannt und lag längere Zeit wüste; erst kurz vor 1665 begann man mit dem Wiederaufbau.

Die Kirche ist ein altes Gebäude von behauenen Steinen mit Turm und zwei Glocken, 1875 wurde sie ausgebaut.

Vor dem dreißigjährigen Krieg war Watzkendorf Pfarrort mit Rödlin und Möllenbeck und noch 1665 wird die Kirche Mutterkirche genannt; doch wird schon damals berichtet: -"hier ist in vielen Jahren kein Pastor mehr gewesen". Nach der erwähnten Zerstörung durch "Gallas Horden" hielt sich die Kirche als vagante zu Warbende.

Unter den Geistlichen zu Quadenschönfeld, dann zu Warbende, kommt unmittelbar hintereinander der Name Daminus dreimal vor. Der erste unterschrieb die Konkordienformel; der zweite, Sohn des vorigen, erlebte die Verlegung der Pfarre nach Warbende und starb dort; der dritte, Enkel des ersten, starb 1645 an der Pest, die er sich einen Tag vor seinem Tode durch den Schreck über den Anblick einer Pestbeule am Halse eines Kommunikanten zugezogen hatte.

Quelle: Stoff zu Landeskunde, D. Sander 1889

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